Schtrigge unn Schwätze

Montag, 26. Juni 2006
Und dafür hab ich mir fast 2 Stunden miesen Mittelwellenempfangs angetan?
Aber naja, die erste Halbzeit hab ich gemütlich mit Lakritz hier verbracht (immer wieder sehr nett), und von Fußball hab ich eh relativ wenig mitgekriegt derweil. Während der zweiten Halbzeit hab ich mich dann ganz brav von der Kiste gelöst und mich parallel zu Radio und, ich gebe es zu, obligatorischem Getreidetrank hiermit beschäftigt:

Langsam sieht man das Muster besser

Nun ja, langsam wird das Ding zu groß für den Scanner, aber der ist einfach am wenigsten umständlich bei mir.

Die Reihen so um die obere Blatthälfte herum hab ich 3x, in Worten drei Mal aufgeribbelt. Da freut man sich doch besonders, wenn das gebrauchte Garn sich bereits vorher schon am Aufdröseln war. Die schiefe Mittelmasche beim ersten Mal hab ich ja schon erwähnt. Das zweite Mal wollte ich die Taillen-Abnahmen anders haben. Und das dritte Mal fiel mir auf, daß ich offensichtlich mittlerweile viel lockerer strickte. Was eindeutig nicht besonders überzeugend aussah.
Und während dieser ganzen Phase hab ich dazu noch so unkonzentriert gestrickt, daß ich ständig einzelne Fehler korrigieren mußte. Es lebe die Häkelnadel.

Aber jetzt scheine ich über dieses akut kritische Stadium hinaus zu sein und stricke im Moment auch tatsächlich wieder mit Vergnügen und nicht nur mit Sturheit.

Im Hintergrund ahnt man übrigens ein Stück von "Rosa" (welcher da ist ein Pullunder), bisher - nicht nur mangels Auswahl - mein bestes (und selbstverständlich liebstes) Stück, dessen Ansicht und Werdegang ich immer noch nachzureichen habe.

Und ja, nach der WM ist dies wieder ein fußballfreies Blog. Aber nachher muß ich trotzdem ein bißchen Stimmung schnuppern gehn - wie oft im Leben hat man schon ein Zweitligadorf, das, wie hieß das doch gleich, "die Welt zu Gast" hat?

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Donnerstag, 22. Juni 2006
42 ist durch 4 teilbar.
Selbstverständlich mit ganzzahligem Ergebnis.


???????



Auf sowas kann man schon mal kommen, wenn man mit Hilfe von Maschenprobe und Dreisatz die ideale Reihenanzahl von 42,67 erhält, musterbedingt aber ein Vielfaches von 4 braucht und sich fragt, was denn dann die nächstliegende Zahl ist.


Und wenn man ein Blatt derart strickt, daß die Mittellinie plötzlich und unerwartet nach rechts abbiegt, ist das zwar vermutlich sehr hübsch naturgetreu, aber doch nicht ganz das, was gewünscht war.

Ob es das wohl ist, was man unter "mindless knitting" versteht ?

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Dienstag, 20. Juni 2006
Wurde aber auch Zeit!
Wie der Wollschaf - Antwort zu entnehmen, habe ich tatsächlich endlich angefangen. Nach zwei mißlungenen Anläufen bin ich jetzt hier:

Saum glatt recht im Zusammenstrickstadium

Beim ersten Versuch hatte ich nach ca. 2/5 der angeschlagenen Maschen festgestellt, daß ich das bereits als zu zerfleddert aussortierte Ende eines der Knäuel verwendet hatte.

Also das ganze nochemol. Wo ich doch Maschen Anschlagen so sehr liebe [hier übrigens: gestrickter Anschlag und Nadelstärke 1/2mm dicker als dann beim Stricken, damit es schön locker wird. Das Zusammenstricken (incl. Maschen aufnehmen) klappt auch problemlos. Allerdings hab ich mittlerweile mal wieder ein Strickbuch konsultiert und dabei festgestellt, daß ich bisher aus irgendeinem schwachsinnigen Grunde die neuen Maschen offenbar immer verdreht (=verschränkt) auf die linke Nadel gehoben habe. Ist aber für diese Anwendung völlig gehoppst wie gehickelt und wird erst beim Vorderteil richtig ausprobiert].

Beim zweiten Versuch hab ich dann die ersten paar Reihen gleich wieder zurückgestrickt, weil mir am Rand irgendein Quatsch passiert ist und es sehr unförmig aussah. Aufribbeln war mir zu gefährlich, weil ich (falls zuviel Schwung dabei) nicht noch einmal von neuem Maschen anschlagen wollte. Wo ich doch Masc - nein, das sagte ich wohl schon.

Kurz und gut, der dritte Versuch führte zu obigem Ergebnis.

Und da ich das Teil nicht für die ganze Dauer der Strickzeit (die kann sich hinziehen - der Blog-Name ist schließlich nicht ganz zufällig gewählt...) "Sommerpulli Blau" nennen kann. rede ich ab sofort von "Karo". In memoriam Originalpullover, bei dem die Musterflächen quadratisch waren. Quasi kariert, das ganze. Jetzt werden sie ... - ... , also, äh, hier verlassen mich nach anderthalb peri-FußballRadiösen [wie Rundfunk, nicht wie Radius] Hefeweizen wohl meine Beschreibungskünste. Das hier ist die Skizze, falls es jemanden interessiert. Oder falls man sich überhaupt was drunter vorstellen kann

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Die verstrickte Dienstagsfrage - Woche 25/2006
Was macht Ihr im Sommer, wenn es heiß ist. Legt Ihr das Strickzeug bis zum Herbst bei Seite??
will das Wollschaf wissen.

Nö, allerdings verstricke ich eh gerade Baumwolle. Wenn mein aktuelles Projekt aber aus Wolle wäre, würde es auch jedenfalls nicht am Wetter liegen, wenn es liegenbliebe.

Hatte gerade einige fast strickfreie Wochen und merke dieser Tage erst wieder, was gefehlt hat ;-) . Im Ernstfall hält mich auch keine überhitzte Dachwohnung vom Stricken ab.

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Freitag, 16. Juni 2006
Zumindest ein lumpiges Musterläppchen könnte ich zeigen
ein letztes Muster-Übungsstricken

So ungefähr soll er werden, der besagte Sommerpulli.
Naja, sehr ungefähr.
Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig über Größe und Anordnung der gemusterten Rechtecke - ja, es werden Rechtecke! Daß die Grenze zwischen den Mustern rechts und links des Blattes eher ein unregelmäßiger Zustand als eine gerade Linie ist, liegt daran, daß das Blatt für die gewählte Testlappengröße zu breit war. Hätte halt mein Musterstück in angemessener Größe stricken sollen. Es war aber schließlich schon das zweite, und ich sah's nicht so recht ein. Das erste bestand (zu Üb- und MaProZwecken) vorwiegend aus glatt Links mit Blättern drin.

Im ersten Leben war das Garn schon einmal ein Pullover, allerdings in Schnitt und Größe nicht hundertprozentig mein Fall, da geerbt. Lag schon seit Jahren seltenst getragen im Schrank. Weil mir aber bei näherer und ganz neuer Betrachtung mit jetzt-stricke-auch-ich-Augen das Muster eigentlich ganz gut gefiel, dachte ich, es wäre eine nette Idee, das gute Stück neu zu kreieren, und zwar so, daß ich es auch tragen mag.

Aber das mit dem gleichmäßig Stricken werde ich wohl nicht in der Originalqualität hinkriegen - bei meiner Mutter sah das aus wie mit der Maschine.
Aber ich hab ja die Ausrede Erklärung, daß das Garn nicht mehr ganz taufrisch ist - schon mal verstrickt, dann getragen und diverse Male gewaschen, aussortiert, an mich weitergegeben, lieblos von Schrank zu Schrank gewandert, aufgeribbelt....

Nein so schlimm ist es auch wieder nicht, und wenn es nicht außer um den Pulli auch noch schade ums Garn gewesen wäre, hätte ich mir die Arbeit schließlich nicht gemacht.

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Samstag, 10. Juni 2006
2nd Annual World Wide Knit In Public Day
ist ausgerechnet heute, les' ich gerade. Wie das doch wieder paßt.
Antizyklisches Strickverhalten nennt man das dann, oder wie oder was? Oder Nonkonformismus im Nonkonformismus istgleich NonNonkonformismus istgleich Konformismus ???

Was für ein Unsinn. Schnell weg hier für heute... zu lange vor der Kiste gehockt, scheint mir.

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Winterpullis, die im Sommer fertig werden,...
...wollte ich vermeiden. So schrieb ich jedenfalls hier.
Wie gut also, daß ich gerade dabei bin, einen Sommer-/Übergangspulli zu produzieren, der im Winter fertig wird. Oder vielmehr, zu nichtproduzieren.

Vorhin fielen mir jedenfalls meine Test- und Maschenprob-Läppchen (anders kann man sie leider nicht nennen) ins Auge. Ich weiß im Moment nicht so recht, wann ich denn jetzt langsam erstens überhaupt wieder das nächste Mal stricke, und zweitens vor allem irgendwann ins Endstadium der Planung komme und ernsthaft am Objekt zu stricken anfange.

Der Übergang von Planung zu Loslegen bremst mich gerade deutlich aus. Naja, ich werde dann spätestens im Winter darüber berichten, ob ich denn schon angefangen habe - dann würde er schließlich wieder im Frühjahr/Sommer fertig! Auch was Gutes. Aber das Blabla, mit dem ich bis dahin mein Blog füllen müßte.... man kann es an diesem Beispiel dumpf erahnen.

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Donnerstag, 8. Juni 2006
Faul
...bin ich strickbezüglich, was für einen zu werdenden Strickblog einen hohen Nützlichkeitgrad hat.

Aber zum Glück gibt es Nachtragbares. Zum Beispiel den Anfang allen Übels:
Muetze die erste
Was eben so dabei herauskommt, wenn man des Winters krank darnieder liegt und sich fragt, was man wohl beim nächsten Freigang auf den erkälteten Kopf zieht. Ich besitze zwar einiges an Kappen und Hüten, aber Strickmützen? Warm, praktisch, enganliegend, zum Arbeiten geeignet? Fehlanzeige. Bis auf ein Exemplar, das zwar einen Teil dieser Kriterien erfüllt, optisch allerdings deutlich unter "peinlich" fällt.
In meiner Verzweiflung entsann ich mich längst vergangener Strickkünste (ein einziger Pullover, gestrickt mit so ca. 14. Der zweite kam nicht über das Stadium der ersten Zopfung nach dem Bündchen hinaus... bis meine Mutter sich seiner erbarmte und ihn wieder aufzog). Gedacht, getan, ich ging auf die Suche nach Material und Werkzeug.

Und fand:
  • ein paar Strümpfe, selbst-gestrickt-gekriegt und vor allem unbrauchbar, da eingelaufen. Hervorragender Grundstoff zum Aufribbeln und Ausprobieren.
  • ein Paar Nadeln Stärke 4 mit Plastikschnur dran, welche ich so nicht mochte und sie daher über einer Kerze zu einer Rundstricknadel zusammenschweißte.
Also begab ich mich zurück in die Falle und teststrickte erstmal eine Weile. Heraus kam schließlich irgendwann, nach Zukauf von grünem Plastik, unter Verwendung eines kleinen Teils der aufgeribbelten Sockenwolle, tatsächlich eine Mütze.

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