Schtrigge unn Schwätze

Dienstag, 12. Juni 2007
Ich muß übergeschnappt sein.
Anders kann ich mir das nicht erklären. Ich will nicht. Ich brauche nicht. Ich mag nicht. Ich habe nicht (die passende Wolle). Ich kann nicht (jemals genug stricken, um das Projekt noch in diesem Jahr fertig zu kriegen). Ich mag nicht (schon wieder was kaufen). Ich will nicht (etwas stricken, von dem ich vorher keine Ahnung habe, wie es am Ende aussieht). Ich brauche nicht (noch ein Strickprojekt).

Was zum Teufel mache ich also hier ???



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Die verstrickte Dienstagsfrage - Woche 24/2007
Als Gegenstück zur Frage der letzten Woche würde mich heute interessieren, was denn das kleinste Teil war, das du jemals gestrickt hast? Gibt es davon Bilder?

fragt das Wollschaf.


Das kleinste Teil ist ein Haarband, das gerade fertig wurde, und von dem es leider frühestens heute abend ein Bild gibt. Nicht so richtig total winzig klein, ich gebe es zu. Aber es ging zumindest unvorstellbar schnell, für meine Verhältnisse: Samstag Idee, Mustersuche und Teststricken, Sonntag abend fertig.

Nun mag die verwunderte StrickLeserin denken "ja nun, ein Haarband! Was kann daran schon lange dauern", und hätte damit eigentlich vollkommen recht. Dem sei aber entgegnet, daß man auch an einem Haarband ohne Probleme über einen Monat lang teststricken kann (sogar durchaus mit Fortschritten in der Entscheidungsfindung), ohne daß ein Ende dieser Phase absehbar wäre.... Aber nachdem ich jetzt ein praktikables Exemplar habe, ist die Version, die mir ursprünglich vorschwebte, erst mal wieder verknäuelt und auf unbestimmt (in der Praxis: Sankt Nimmerleinstag) verschoben.


Korrektur: Gerade fällt mir ein, daß ich in meiner kurzen TeenieStrickphase mal einen einzelnen Pulswärmer verfaßt habe. Ich glaube, auf Empfehlung meiner Flötenlehrerin. Völlig sinn- und zweckfrei, alldieweil er an den kalten Fingern dann doch nichts geändert hat, was wohl auch der Grund war, weshalb er einzeln blieb.

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Samstag, 9. Juni 2007
Erkenntnis
Badreiniger aus der Sprühflasche, hochkonzentriert eingeatmet, scheint mir ein hervorragender Hustenlöser zu sein. Röchel.

Es gibt Momente, da vermisse ich mein Bad. Mein Bad mit Fenster (und Essigreiniger in der Sprühflasche - aber naja, auch diese Flasche wird mal leer. Bestimmt. Schneller, als ich je wieder ein Bad mit Fenster haben werde, fürchte ich).

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Vernünftig
ist das Schlagwort, das zu "Bett" und "Wärmflasche" gehört. Daß ich also, wo ich doch so schön vernünftig war, bis nachts um 3 gestrickt habe, paßt, oder? Selbstverständlich was Neues. Am anderen Ende des Knäuels, aus dem ich seit Wochen ein Kleinteil teststricke, zumindest zeitweise.

Aber na ja, das Wochenende ist noch lang, im Bett ist viel Platz für viele verschiedene Sorten Wolle, und der Photoapparat und sein Eigentümer kommen auch erst morgen abend wieder. Also noch jede Menge Zeit, vernünftig zu stricken. Oder doch lieber was Bildendes lesen?

Und langsam, aber dringend sollte ich dem Blog mal eine WIP-Liste hinzufügen, so für mein schlechtes Gedächtnis, äh, Gewissen....

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Samstag, 9. Juni 2007
Ziemlich aberwitzig
ist es, wenn man im Sommer im (Winter)Bett liegt, seiner Wärmflasche Gesellschaft leistet und dann auch noch glaubt, Handschuhe stricken zu müssen. Welche man selbstverständlich zwischendurch anprobieren muß - man muß sich schließlich irgendwie entscheiden, wie kurz man die Finger läßt. Oder ob man zu eng abgekettet hat.

Daß man dann den Eindruck gewinnt, die gewählte (und gestern noch für gut befundene) Maschenzahl für die Finger könne nie und nimmer passen, kann da nicht mehr weiter überraschen.

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Samstag, 2. Juni 2007
Nøstepinne

Pfauenauge auf Bleistiftsammlung


Eigentlich ohne Worte. Außer vielleicht, daß er froh war, als sein Schreibtisch dann irgendwann nicht mehr völlig bleistiftfrei war.

Und überhaupt, seit Annexion seiner Kamera fehlen mir einfach die Worte. Einfach plattgebügelt von solcher Pracht (also, ich meine natürlich im Verhältnis zu vorher - nicht absolut gesehen). Die Schachtelsätze bleiben mir nicht etwa im Hals stecken, sie erreichen erst gar nicht mehr das Hirn. Sehr beunruhigend.

Aber da hätte ich doch noch so ein schönes Bild, das demonstriert, daß mein Pfauenauge sogar stehen kann... nicht, daß das irgendjemand, der seine Knäuel i.d.R. im Strickdäschje lagert, bräuchte, aber die bisherigen konnten das nicht, weil ich irgendwann den Bleistift einfach rauszog und fast ganz ringsum weiterwickelte. Was wiederum damit zusammenhing, daß am anderen Ende des Garns ein angefangenes Strickstück hing. Zum Beispiel Socke. Da rächt es sich bald, wenn man beim Wickeln immer das Knäuel dreht. Sagte ich eigentlich gerade irgendetwas von Satzschachtelamputiert? Oder gar: "Ohne Worte" ???

Jedenfalls, also was das Bild eigentlich sagen soll ist: Als Ersatz für einen konischen Wickeldorn tut es alles, wovon man das Knäuel problemlos wieder runterbekommt. In diesem Fall glatt lackierte Bleistifte. Demzufolge ist eins der wenigen Dinge, bei denen ich tatsächlich sage "ach, das brauch ich nicht" (und das auch durchhalten werde, huga!!), eine Nøstepinne. Was erwähntermaßen beim Stricken einfach sonst nicht klappt.

Der Volllständigkeit halber sei auch noch die wunderbare Anleitung zum Knäuelwickeln erwähnt, die mich überhaupt erst dahin brachte.

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Dienstag, 29. Mai 2007
Die verstrickte Dienstagsfrage - Woche 22/2007
Bist du beim Stricken jahreszeitenabhängig? Sprich kannst du im Winter nur warme Sachen stricken und im Sommer nur luftig leichtes, wie Lochmuster und Tops? Oder ist es dir egal und du strickst was dir im Moment gefällt?

fragt das Wollschaf.

Im Prinzip ist mir das gehoppst wie gehickelt. Hauptsache, es wird auch irgendwann mal irgendwas fertig....

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Montag, 28. Mai 2007
Spielzeug,
aber nützlich. Warum bitte braucht es den nichtstrickenden Mann, um auf die Idee zu kommen, daß es für Strickschriften doch bestimmt auch Strickschriften gibt?

Aire River Design Knitting Font

Knitter's Magazine Symbols Font


Jetzt sitze ich rum und probiere aus. Statt zu stricken, selbstverständlich.

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